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Aller

Nachdem am Samstag des Bootshaus-4-weiterbaus feststand, daß nichts mehr am Sonntag zu tun war, trafen wir (Oli, Kai, Reinder(!) und ich) uns laut Oli mal wieder "acht Uhr Bootshaus". Und damit fing das Chaos schon an.

Erstmal schmissen wir Steinbeißer und Rumpel-Pumpel auf Reinders Dachgepäckträger (die auf Reinders Auto waren), stopften Paddel, Paddelsäcke, Olis Fahrrad und Olis 300g-Jonglierbälle (...) in den Kofferraum und fuhren irgendwo zur Aller. Wir mußten noch tanken, Reinder holte seine "flexible friends" heraus (oh, Reinder ist kreditwürdig?). Reinder setzte inzwischen mit Auto und Fahrrad um. Als er schweißtriefend von der 1¼-Stündigen Radtour zurückkam hörten wir Radio, lagen in der Sonne, Jonglierten oder spielten Tennis (mit Stechpaddeln). Auf der Aller wußte ich erstmal gar nicht, in welche Richtung wir Paddeln wollten (ich wußte nur: Flußab, aber das brachte mich auch nicht weiter). Schon nach zwei Minuten wurde mir klar, daß es ziemlich anstrengend sein würde, Steinbeißer längere Zeit zu Steuern (wir waren ja auch nur zu zweit). Ich habe jedenfalls schön den J-Schlag geübt, mußte jedoch nach drei oder vier Schlägen immer wieder extra steuern. Wir mußten unterwegs mehrmals mit den Füßen ins warme Wasser, um zu treideln. Wir haben dann auch eine Flaschenpost gefunden.

Rekonstruierter Auszug von einem zehnjährigen Mädchen:

"Suche Brieffreund/in. Bitte Foto mitschicken!"

Dazu muß gesagt werden, daß sie auch ein Foto "geschickt" hatte. Kurz vor der Mittagspause mußten wir noch mal treideln. Als Oli sein Paddel verlor grinsten wir - treideln ist doch ganz einfach!

Doch dann...

Das Boot war unten, Kai sprang (mehr oder weniger) von hinten ins Boot.

Kai:"Spring!"

Ich:"Jaaa!"

... und ich sprang ...

Ich sprang eher von der Seite, außerdem lag der Canadier quer zur Strömung, so daß - ich konnte es am Besten sehen - sich der Rand des Bootes, daß etwa in einer 45° Neigung im Wasser lag, fünf Zentimeter unter der (normalen) Wasseroberfläche befand. Das Wasser, das gerade von einem halben Meter Höhe ins Boot strömte war auch nicht zuwenig. Kai hat sich zum Glück sofort zur anderen Seite geworfen, so daß ich gar nicht sooo lange mit dem Schwamm lenzen mußte (Schöpfen hätte sich aber gelohnt). Dann mußten wir erstmal Oli und Reinder einholen, die hinter der nächsten Kurve das Paddel geholt hatten und warteten, und natürlich nichts mitgekriegt haben. Sie haben es auf der Rückfahrt im Auto beim Fahrtenbericht-Notizen-Notieren auch erfahren.

Bei der Mittagspause haben wir etwas zu der Flaschenpost dazu geschrieben (Wir heißen ... und sind zusammen 92 Jahre alt.). Am Ende haben wir die Flasche wieder auf Reisen geschickt.

Nach der Pause (und einigem Radio Moskau-Hören) kam Kai mit dem J-Schlag dran (siehe da: es lag wirklich nicht an mir).

Kai und ich haben uns bei einer Pause Tennisbälle zugeworfen, wobei Oli auch einen Ball bekam, mich abwarf und etwas ungünstig traf. Dann ging das Bälleschmeißen los (bis zum Ende der Fahrt). Wir mußten oft bremsen und zurückfahren, um die Bälle zu holen. Das Beste kam aber noch: erst verlor Oli sein Hemd. Wir haben es aufgefischt, aber Oli hat nichts gemerkt. Minuten später, als er einen Tennisball warf, mußte er gegen die einzigste größere Brücke auf unserer Fahrt werfen. Der Ball sprang mit gleicher Geschwindigkeit nach hinten in den Fluß. Reinder und Oli mußten bremsen, zwanzig Meter zurückfahren, ...

Auch ein wütender Schwan durfte auf unserer Fahrt nicht fehlen. So paddelten wir zwischendurch mal etwas schneller, als der Schwan hinter uns herkam (man sollte mal einen Schwan nach Ratzeburg mitnehmen!).

Bei einer Schoggipause und Waffenstillstand haben wir am anderen Boot angelegt. Oli hatte noch Sahne in einer Sprühdose vom Geburtstag mit. So aßen wir Sahne mit Schokolade. Den Rest hat Sich Oli gleich so in den Mund gesprüht (es war auch noch etwas Gas dabei!). Zum Schluß gab uns Reinder noch ein Eis aus (Danke!).

Es wunderte mich, daß wir noch vor sechs beim Bootshaus ankamen (26km, davon die Hälfte mit Bälle werfen!!).

Fazit:

- Auch Sonntagsfahrten sind lustig!

- Spring nie von der Seite in einen Canadier, es sei denn,

Kai sitzt drin; der macht das schon!

Marcel

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